Warum es wichtig ist beim Essen für unsere Kinder ein Vorbild zu sein

Kinder lernen mehr von unseren Verhalten, als von dem was wir ihnen beibringen.

Neulich in meinen Kurs „Intuitive Ernährung“ sagte jemand in der Gruppe: Was bin ich für ein Vorbild für meine Kinder, wenn ich ständig Diät halte, mir ununterbrochen Lebensmittel verbiete oder zum Frühstück und zum Abendessen einen Shake trinke, anstatt meinen Kindern zu zeigen, was eine gesunde Ernährung ist. Tja, das war wirklich eine Aussage, die allen die Augen geöffnet hat. Was bin ich als Mutter oder Vater für ein Vorbild für die Kinder? Wir Eltern fungieren als Vorbilder für unsere Sprösslinge und wollen nur das Beste für sie. Ist es das Beste für die Kinder, wenn sie sehen, wie wir ständig mit unseren Körper in Krieg stehen und uns ständig selbst Verurteilen. Sie sehen unsere Schwächen gegenüber dem Essen und finden es als normal schwach gegenüber unseren Lebensmitteln zu sein.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Dieses Sprichwort versinnbildlicht die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ziemlich genau. Positive wie Negative Einflüsse werden an die Kinder weitergegeben. Denken wir nochmal gemeinsam darüber nach, was wir für Vorbilder sind, wenn wir ständig Diät halten, Punkte und Kalorien zählen, unsere Mahlzeiten durch Shakes ersetzen, wir ständig über unsere Diäten sprechen, sie uns sehen wie wir frustriert vor unseren Shakes sitzen und irgendwann aufgeben, uns einmal Vegan, vegetarisch essen und dann doch wieder alles in uns hinein essen? Was lernen unsere Kinder, in Bezug zum Essen von uns? Was lernen sie im Umgang mit ihrem Körper? Das auch sie einmal ein Opfer des Diät-Wahnsinns werden oder ihr ganzes Leben nur aus Diät besteht? Das wir uns nur noch mit Shakes und Pulvern ernähren? Kinder beobachten uns ständig und ahmen uns täglich nach. Wir tragen dabei meist als wichtigste Bezugsperson eine grosse Verantwortung. Durch das eigene Handeln wird die Entwicklung des Kindes entscheidend beeinflusst. Dies geschieht oftmals viel umfangreicher als wir und das vorstellen können. Kinder wissen nicht was richtig und was falsch ist, sie lernen es von uns. Wir können und sollten davor nicht unsere Augen verschliessen, und so tun als ob unsere Kinder dies nicht tun werden. Sie werden es auf die eine oder andere Weise, denn sie haben nichts anderes gesehen und gelernt.

Ich selbst bin Mutter von zwei, heute erwachsenen Kindern und weiss, dass es nicht immer einfach ist ein Vorbild für seine Kinder zu sein. Wir alle sind Menschen, dürfen Fehler machen und daraus lernen. Für mich privat war Ernährung immer ein wichtiger Punkt, akzeptierte jedoch bei den Mahlzeiten immer die Vorlieben und die Abneigungen meiner Kinder. Ich machte mir keine Sorgen, wenn eines meiner Kinder einmal einen Tage lang keinen Hunger hatte, sondern lies es dem Kind über, wann es wieder bereit war zu essen. Auch machte ich mir keine Sorgen, wenn eines meiner Kinder ein zwei Kilo mehr hatte. Ich habe und hatte immer das Vertrauen, dass es gut ist so wie sie aufwachsen. Fakt ist, keines meiner Kinder war jemals ernsthaft krank oder litt unter irgendwelchen Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten. Kinder spüren intuitiv, wenn sie ein Lebensmittel für einen gewissen Zeitpunkt nicht vertragen, sie machen kurzen Prozess, sie verweigern dieses Produkt. Wenn wir Erwachsenen etwas nicht vertragen, Durchfall bekommen oder Magenschmerzen haben, dann sind wir überzeugt eine Lebensmittelunverträglichkeit zu haben. Wir suchen und lassen uns durchchecken bis etwas gefunden wird. Anstatt das Lebensmittel einen Moment lang wegzulassen, im Vertrauen darauf, das wir es zu einen späteren Zeitpunkt wieder essen können. Wir sollten sehr vorsichtig sein mit solchen Selbstdiagnosen, denn wir verdauen nicht nur unser Essen sondern unsere ganzen Emotionen, die uns auch auf den Magen liegen oder Durchfall verursachen können. Es muss nicht immer sofort eine Lebensmittelunverträglichkeit sein.

Wir sollten wissen, dass Kinder ein angeborenes Intuitives Gefühl dafür haben, was ihr Körper braucht und wann sie hungrig oder satt sind. Wir sollten dafür sorgen, diese Gabe bei unseren Kindern zu fördern und ihnen zu vertrauen. Wir dürfen selbst wieder intuitiver werden, was unsere tägliche Ernährung angeht. Unsere innere Stimme wieder frei machen, für das was richtig ist in diesem Moment. Auch wir haben noch diese innere Gabe der Intuition, wir müssen sie nur wieder trainieren und zu uns selbst Vertrauen haben. Solange wir nur an unseren Äusseren herumdoktern, vergessen wir das Wesentliche, unsere inneren Werte und unsere Einzigartigkeit im Leben.

Immer mehr spüre ich den inneren Ruf, mich dafür einzusetzen, die Menschen aus ihrer Opferrolle der Diät-Industrie zu führen. Man braucht ein vielschichtiges Verständnis, um sich nicht von der gesellschaftlich noch immer vorherrschenden Meinung hypnotisieren zu lassen, dass bei einem Essproblem nur um die Nahrungsaufnahme ginge. Es geht nicht um unser Essen sonder es geht um unser Leben.

Was der Mensch heute braucht ist ein umdenken! Kontrolle, ob mit Hilfe von Ernährungsplänen oder anderen Reglementierungen, wird über unseren Drang zu essen nicht beständig siegen können. Den Kotrolle verlangt, dass wir immer wieder Krieg gegen uns selbst führen müssen. Krieg führt nicht zum Frieden, sondern zu noch mehr Trennung von unseren wahren Selbst. Wir entfernen uns immer mehr von unseren Selbstvertrauen und der Liebe zu uns selbst. Wir dürfen jederzeit frei entscheiden, niemand kann uns daran hindern. Der einzige Mensch der uns im Wege steht sind immer wir selbst. Schaffen wir es unsere inneren Blockaden zu beseitigen öffnen sich neue Türen.

Ich würde sagen, die Diät-Industrie hat viele Menschen dazu verurteilt, sich entweder total aufzugeben, sich ihr leben lang mit Diäten den Körper unter Kontrolle zu halten oder sich lebenslang und egal was es kostet, dafür aufzuopfern, einen perfekten Körper zu haben. Doch alles im Leben hat irgendwann seinen Preis, denn wir bezahlen müssen. Bulimie, Magersucht, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Gicht, Übergewicht sind nicht Ursachen die aus heiterem Himmel entstehen, sondern Ursachen von Diäten und Fehlernährungen. Diäten sind und waren noch nie die Lösung und werden es auch nie sein. Die Lösung ist bereits in uns, nur leider unter einen Schleier des nicht Wissens verborgen.

Wir alles besitzen die innere Weisheit, und unser Körper weiss genau was wir brauchen, nur haben wir es verlernt und unsere Macht der Diät Industrie übergeben. Möchtest du selbst wieder Herr und Meister sein über dein Essen, dein Leben und deinen Körper, ein gutes Vorbild sein für deine Kinder oder Familie und dich nicht mehr von Diäten beherrschen zu lassen, dann laden wir dich herzlich in unsere Praxis Bavurtga ein. Wir geben auch Kurse und Coaching in Bereich der Intuitiven Ernährung.

Fünf Prinzipien, die dir dabei helfen die intuitive Ernährung umzusetzen